Über daruebersprechen.de

Die Idee für dieses Projekt entstand im April 2021 aus eigener Motivation heraus und ist von zwei betroffenen Männern aus Osnabrück ins Leben gerufen worden.

Viele Betroffene versprüren mit der Zeit den Wunsch über den erlebten Missbrauch zu sprechen und sich über den Umgang mit diesem auszutauschen. Leider gibt es in Osnabrück kaum ein Angebot hierfür. Im November 2020 wurde die Selbsthifegruppe Aus!Tausch gegründet in der sich betroffene Männer austauschen können. In dieser lernten sich die beiden Initatoren dieses Projektes kennen.

Nicht erst durch die mediale Aufmerksamkeit durch die vielen Missbrauchkomplexe der vergangenen Jahre wird der Bedarf an Aufarbeitung, Austausch und Prävention deutlich sondern schon weit davor jedoch ohne, dass es hierfür (genügend) Angebote gab. Diese Angebotslücke möchten wir mit diesem Projekt schließen.

Unser Portal richtet sich zum Einen an Betroffene und zum Anderen an Institutionen die wir sehr gerne bei der Umsetzung von Konzepten, dem Erlernen von Kommunikation über dieses schwieriges Thema und der Prävention vor Übergriffen unterstützen möchten. 

Bei daruebersprechen handelt es sich um ein ehrenamtliches Projekt von Betroffenen für Betroffene mit der dafür notwendigen Expertise.

Max
Max Ciolek, Überlebens­künstler, musikalischer und visueller Gestalter, Kämpfer für kulturelle Teilhabe aller Menschen, Vater, Großvater, Berater, Coach. 

Er ist außerdem Mitglied des Betroffenenrats beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindes­missbrauchs der Bundes­regierung. Der Betroffenen­rat ist ein ehrenamtlich tätiges Gremium, das den UBSKM und seinen Arbeitsstab strukturiert berät. Die Mitglieder setzen sich für die Belange Betroffener sexuali­sierter Gewalt ein und geben dem Thema ein Gesicht und eine Stimme. Sie tragen die Anliegen der Betroffenen in den politischen Diskurs und die Öffentlichkeit.

Robin
Robin ist selbst von sexualisierter Gewalt in der frühen Pubertät betroffen. Sein privates und politisches Engagement hat den Schwerpunkt in soziokulturelle Politik und -Freiraumnutzung in Osnabrück. Robin liegt der direkte Kontakt mit Betroffenen am Herzen und versteht sich als Ansprechpartner. Er hat soziale Arbeit studiert, ist bei uns allerdings nicht als Sozialarbeiter tätig sondern bietet seine Expertise als Betroffener an und schöpft dabei natürlich aus eigenen und beruflichen Erfahrungen.